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Donnerstag, 03.12.2020 

Augenoptik Ulm - Sehzentrum Gera

Sehzentrum Gera informiert: Der Graue Star und seine Behandlungsformen


Liebe Leser und Leserinnen, ich habe mich diesmal für das Thema Grauer Star entschieden, aufgrund eines sehr großen Informationsbedarfes meiner Kunden, da es zunehmend auch jüngere Menschen ab 40 betrifft. Mit diesem Beitrag möchte ich Ihnen erklären, worum es sich bei diesem Krankheitsbild handelt und was auf Sie zukommt, wenn Sie sich zu einer Operation entscheiden.

 

Was ist eigentlich der graue Star?

Der Graue Star ist eine Bezeichnung für eine Trübung der Augenlinse. Die Linse ist beim Menschen mit gesunden Augen völlig klar und relativ weich. Im Laufe des Lebens findet eine Verhärtung statt, und die Linse wird darüber hinaus dicker. Andere Ursachen sind z.B. vorangehende Augen-OPs, Augenverletzungen, UV-Strahlung, Stoffwechselstörungen, bestimmte Medikamente, ererbter jugendlicher Grauer Star. Neben dem zunehmend unscharfen Sehen, wie durch eine Gardine, ist der Graue Star auch oft mit einer stark erhöhten Blendungsempfindlichkeit und einer Verfärbung der Linse verbunden.

 

Wie wird der Graue Star behandelt?

Erwarten Sie keine Hilfe von „Augentropfen gegen den Grauen Star“. Zwar berichten manche Zeitschriften immer wieder über Wunder, jedoch ist es wissenschaftlich erwiesen, dass keines dieser Medikamente die Linsentrübung aufhalten oder „heilen“ kann. Die bisher einzige, wirklich hilfreiche Behandlung ist die OP. Den richtigen Zeitpunkt hierfür bestimmen Sie weitestgehend selbst (meist ab einen Visus von 0,6). Dennoch gilt: Je später operiert wird, desto schwieriger ist der Eingriff.

Bei längerem Warten steigt die Komplikationsrate. Die privaten und gesetzlichen Krankenkassen übernehmen im Regelfall vollständig die Kosten für eine Standardbehandlung. Laseroperationen, Premium-Linsen oder weitere Korrekturen muss der Betroffene allerdings selbst bezahlen.

ACHTUNG: Nach der Vor-Untersuchung nicht selber mit dem Auto fahren, sondern eine Begleitperson mitbringen, weil man getropft wird.

 

Die Operation am Grauen Star!

Bei der CAT-OP wird die getrübte eigene Augenlinse entfernt und gegen eine neue klare Linse aus Kunststoff ersetzt. Die Kunstlinse wird exakt an dem Ort eingepflanzt, den vorher die eigene Linse einnahm. Das Implantat unterliegt keinem Verschleiß und kann in der Regel ein Leben lang im Auge belassen werden. Abstoßreaktionen oder Allergien gibt es hier nicht. Die typische Kunstlinse besteht aus einer optisch wirksamen kleinen Scheibe (Ø 6 mm), an der zwei Bügel befestigt sind, mit denen das Implantat im Kapselsack eingehängt wird.

 

Lokale Betäubung

Die Star-OP findet in örtlicher Betäubung mit speziellen Augentropfen oder Einspritzung statt. Das Auge ist dann ausreichend schmerzfrei. Auch mit Vollnarkose ist eine vollambulante Durchführung der Operation möglich und Sie können etwa 2h nach Ende der Narkose die Augenklinik wieder verlassen. Manche berichten von einem leichten Ziehen im Auge. Schmerzhaft ist der Eingriff aber nicht und die Wunde muss auch nicht genäht werden.

 

Operationstechnik

Die Staroperation gilt heute zu Recht als eine der besten und ausgereiftesten Operationen überhaupt. Sie wird über eine Million mal jährlich in Deutschland durchgeführt. Es gibt im Prinzip 2 Methoden : 1.Entfernung der Linse mit der Linsenkapsel oder 2. Entfernung der Linse ohne Kapsel . Die Entfernung des Linsenmaterials aus der Kapsel kann auf verschiedene Weise erfolgen, durch Linsenabsaugung oder Auflösung mittels Ultraschall. Der OP-Prozess dauert ca. 10 - 20 min.

 

Wie und wann kann ich nach der Operation sehen?

Direkt nach der Operation ist das Sehen noch etwas verschwommen, im Laufe von Stunden wird es jedoch schon klarer. Am nächsten Tag liegt bei der großen Mehrzahl der Operierten schon ein gutes Sehvermögen vor. In der Regel wird die bestehende Fehlsichtigkeit im Rahmen einer Staroperation zumindest teilweise behoben. Viele Patienten brauchen daher nach dem Eingriff im Alltag keine Brille mehr zu tragen. Sofern noch eine Brille benötigt wird, kann etwa 6 bis 8 Wochen nach der Staroperation ein neues Brillenglas verschrieben werden. Damit die Kunstlinse Zeit hat einzuwachsen und das Auge in den ersten Wochen nicht unnötig gereizt wird, sollte man die Augen außerdem vor Staub und Schweiß schützen, körperliche Anstrengungen vermeiden und sich nur vorsichtig bücken. Bis die bestmögliche Sehkraft erreicht ist, können mehrere Wochen vergehen

 

Wie sind die Erfolgsaussichten?

Bei 90-95% wird das Sehvermögen durch die OP deutlich gebessert. Allerdings ist trotzdem meist eine zusätzliche schwache Brille erforderlich, um die Sehschärfe an Nähe und Ferne anpassen zu können. Wenn das Auge jedoch bereits vorgeschädigt war, z. B. durch Netzhauterkrankungen oder Grünen Star, kann die erwünschte Verbesserung des Sehvermögens ganz oder teilweise ausbleiben. Bei etwa 30% der Augen, die mit der Entfernung der Linse ohne Kapsel operiert wurden, kommt es an der hinteren Linsenkapsel erneut zu einer Eintrübung (Nachstar), die man durch Laserbestrahlung beseitigen kann. In 2-5% der Fälle kann die Linse nicht vollständig ausgeräumt werden. Unter Umständen muss später ein 2. Eingriff durchgeführt werden.

Weitere Einzelheiten und Fragen im Zusammenhang mit dem Grauen Star oder anderen Augenkrankheiten können wir gerne ausführlich und in Ruhe erklären. Weiterführende Untersuchungen mit der Videospaltlampe oder Netzhautkamera und Dokumentation können auch unterstützend gemacht werden. Einen Termin bitte telefonisch 0365 - 710 35 70 oder per Mail info@augenoptik-ulm.de anfragen. Die Wartezeit beträgt momentan ca. 20 Tage.

 

Vielen Dank für Ihr Interesse und bleiben Sie gesund!

 

Robert Ulm

Augenoptikermeister

 

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