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Samstag, 30.05.2020 

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Unser Zwötzen

Zwötzen und das Wasser

Für jeden Ort an einem Fluss, ist das Wasser in seiner Geschichte Segen und Fluch zugleich. Es war oft der Grund sich genau dort anzusiedeln, lieferte Wasser für alle Bereiche des Alltages, für Haushalt, Landwirtschaft, Handwerk und Gewerbe. Wenn jedoch durch besondere Wetter die Natur das Wasser anschwellen lässt, ist das folgende „Hochwasser“ für die Anwohner eine zerstörerische Kraft, die oft viel Leid über die Menschen bringt.

Zwötzen ist untrennbar mit der „Weißen Elster“ und ihren Zuflüssen verbunden. Auch für uns und unsere Vorfahren brachte der Fluss viel Gutes, war Lebensquell und Energiespender. Er brachte Wohlstand, angefangen mit den Bauernhöfen zu Beginn der Zwötzener Geschichte bis zur Industrie der neueren Zeit. Das Wasser zu nutzen, jedoch gleichzeitig seine Fluten vom Ort fernzuhalten war schon jeher eine gewaltige Aufgabe. Dies belegen die Aufzeichnungen, welche der Zwötzener Geschichtsverein und vor ihm Bruno Geweniger gesammelt und für uns aufgezeichnet haben. In der über 700 jährigen Historie haben Hochwasser bei uns zahlreiche Schäden und damit viel Leid verursacht.

Auslöser dafür waren starker, langanhaltender Regen im Einzugsgebiet der Elster oder Eisgang, der das Wasser staute. Letzteres können wir uns nach diesem milden Winter kaum noch vorstellen. Jedoch bleibt das Wetter immer unkalkulierbar. Aus diesem Grund ist es eine sehr wichtige Aufgabe für alle Bewohner, unseren Stadtteil vor Hochwasser zu schützen. Das Land Thüringen baut in den nächsten Jahren den Flutschutz entlang der „Weißen Elster“ massiv aus. Uns allen obliegt es jedoch, bei Gefahr bereit zu sein und nicht wieder so hilflos dazustehen wie 2013, beim letzten Hochwasser. Wir erinnern uns noch alle sehr gut. Wenn nicht, sehen Sie auf dieser Seite als Erinnerung ein Bild von der Überflutung. Da endlich die Wasserwehr der Stadt Gera Gestalt annimmt, ist es umso wichtiger, nunmehr alle Kräfte zu mobilisieren. In den nächsten Ausgaben werden wir Sie über alles Wissenswerte zu diesem Thema informieren.

Hier und heute sollen jedoch auch einmal die schönen Seiten des Wassers zur Geltung kommen. Wer erfreute sich nicht schon an einem Spaziergang entlang der Elster, egal zu welcher Jahreszeit. Und wussten Sie schon, dass auf den „Schillerplatz“ einmal ein sprudelnder Springbrunnen stand. Auf Seite 6 unserer aktuellen Zeitung sehen Sie ihn auf einer alten Karte, inmitten des blumenreichen Platzes. Diesen Brunnen wieder zu beleben ist ein Ziel unserer Werbegemeinschaft. Damit Wasser den Zwötzenern Freude bereitet, laden wir alle am 4.4.2020 ab 15 Uhr zur Grundsteinlegung des neuen „Matthias-Lagojda-Springbrunnens“ auf dem „Schillerplatz“, an der Fritz-Reuter-Straße ein. Sie können ja ein symbolisches Töpfchen Wasser mitbringen, denn Wasser ist Leben.
 

 

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